Wachauer Sagen

von L.G. Ricek
Digitaler Reprint aus dem Jahr 1920
(Pichlers Jugendbücherei – 77)

 

Liebe Wachaufreund:innen,
und solche, die es noch werden,

es macht mir großen Spaß, in alten Buchhandlungen nach in Büchern verborgenen Schätzen zu suchen. Meistens sind diese Bücher in einer so alten Schrift geschrieben, dass diese heute nur noch schwer zu entziffern ist. In diesem Buch ist es mir gelungen, einen Schatz zu finden, der schon 100 Jahre lang darauf gewartet hat, wiederentdeckt zu werden. Dieser Schatz ist nicht aus Gold und Silber, er besteht überwiegend aus den Geschichten, die L.G. Ricek in seinem Büchlein “Wachauer Sagen” zusammengetragen hat.

Über 100 Jahre sind seither vergangen, die beiden Weltkriege und einige kleinere Kriege in Europa waren zur Zeit der Entstehung dieses Buches noch nicht geführt. Einige “Wortschöpfungen” mögen aus heutiger Sicht eigenartig anmuten, von anderen will ich, ja muss ich mich distanzieren, insbesondere sind das die Ansichten über:
– die Kreuzzüge,
– das weibliche Geschlecht,
– das männliche Geschlecht,
– jegliche Religion, die sich selbst über eine andere Religion oder deren Gläubige stellt,
– jeder Form von Deutsch- oder Germanentümmelei,
– und der Charakterisierung einzelner Völker oder Volksgruppen.
Vor allem die an einigen Stellen immer wiederkehrenden Bezüge zu den antiken Stämmen der Germanen ist bestenfalls als “verklärte germanoide Verehrung” zu verstehen. Warum dann überhaupt so ein Buch neu auflegen? Der österreichische Bundespräsident Van der Bellen hat im Mai 2019 in einer Ansprache gesagt: „So sind wir nicht!”. Vielleicht waren wir einmal so, zumindest einige von uns, aber wir haben uns weiterentwickelt. Manchmal wird das erst ersichtlich, wenn klar wird, welcher Weg schon hinter uns liegt, um vielleicht in Zukunft einige schwere Fehler der Vergangenheit zu vermeiden. So sollen diese Texte immer im Kontext der Entstehungszeit und als ein Kunstprodukt ihrer Zeit gesehen werden.

Wir wissen alle, dass sich die Rechtschreibung hin und wieder ändert und das, was gestern richtig war, ist dann morgen ein Fehler und umgekehrt. Ich habe mich bemüht, die Schreibweise und die Editierung aus der Entstehungszeit des Buches so genau wie möglich zu übernehmen. Vor 100 Jahren hat man einige Worte anders geschrieben, die ß/s/ss – Schreibung war beispielsweise ganz anders und im Buch findet ihr noch einige andere Beispiele mehr. Ich will jetzt nicht sagen, dass es falsch ist, denn damals war es ja richtig, ich möchte gerne sagen: Das Buch ist zu einer Buchstaben-Zeitreisemaschine geworden.

Im Originalbuch gibt es Zeichnungen, deren Urheber nicht zu bestimmen waren, deshalb fehlen sie hier. Die Künstlerin Judith Ressler hat versucht, die Entstehungszeit des Buches im Cover einzufangen. Wer möchte, kann bei ihr auch malen lernen.
http://www.judithressler.at/
Einige Worte sind im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr oder nur sehr selten in Verwendung, deshalb habe ich mir erlaubt, am Ende ein Glossar für “ältere” Wörter einzufügen.
Gehet nun hin und verbreitet Wohlgedanken!
Herzlich,
Euer MelkerMärchenMönch

Inhaltsverzeichnis

An meine Leser!
Die Markgrafenburg auf dem Brakersberge.
Die Tuchnerklippen von Gossam.
Die Mühle am Groisbach.
Hadamars Ende.
Der Turmhahn von St. Johann und die Teufelsmauer von Schwallenbach.
Hartenstein.
Im Wolfsteiner Graben.
1. Die Rast des heiligen Wolfgang.
Im Wolfsteiner Graben.
2. Jakobus im Schnee.
Im Rosengarten.
Glossar

An meine Leser!

Wenn das Wort „Deutscher Rhein” unser Ohr trifft, dann wird es uns warm und heimatlich ums Herz. Schöne Bilder tauchen vor unserem geistigen Auge auf, Bilder voll Farbenglanz und Naturfrische. Rebengold leuchtet auf, Menschen jubeln in Weilern und Städten bei Tagesarbeit und im Frieden des Feierabends, Wälder rauschen und die Ähren neigen sich unter dem reifenden Segen. Kiele durchfurchen die grünen Wellen, frachtbeladene Dampfwagen pusten an den Stromufern dahin. Städte mit reichen Erinnerungen und bedeutender Zukunft, Burgen und Dome, die in hundert Liedern leben und tausend denkwürdige Stätten, welche Sage und Legende liebevoll umschlungen halten: alles in allem schöne, dem deutschen Herzen teure Bilder!

Und doch, lieber Leser, kenne ich ein Stromgelände, das nicht minder schön ist wie das grüne Rheinland und an das sich für uns gar teure Erinnerungen knüpfen. Es ist das tiefe Tal, welches die Donau zwischen Melk und Krems durch den Gneis der sogenannten „böhmischen Masse” gesägt hat, die „goldene Wachau”.

Der Name Wachau ist uralt und ebenso ihre schmückende Bezeichnung. Er reicht in die Zeiten Karls des Großen zurück und darf uns eine Erinnerung sein an die fränkischdeutsche Heereswacht gegen die avarischen Horden. Der Beiname „die goldene” deutet auf den Reichtum an Wein und Edelobst, der ihr zu eigen ist.

Scharf biegt der Strom hier nach Norden und in starkem Gefälle wälzt er die Wogen dahin. Bald ist es Föhren- und Fichtenwalddunkel, in welches Kuppen und Gehänge gehüllt sind, bald ist es nackter Fels, der zu Tage tritt, bald sind es blüten- und fruchtschwere Obstgärten, bald Weinpflanzung, die unser Auge entzücken. Nur die Ortschaften wollen sich nicht recht zeigen; es ist, als ob sie sich wie einst vor der Gewalt mächtiger Zwingherren scheuten, die in den nun zu Ruinen gewordenen Hochsitzen ein gefürchtetes Dasein führten: vor den Kuenringern, den Herren von Dürnstein und Aggstein, und dem Schreckenwald. Auch dem eigentlichen Strome fehlt es an Leben. Nur selten durchfurcht das Dampfschiff seine Wellen und nur in den Monaten, wo die Schulen geschlossen sind, wird es lebendiger. Denn die Wachau gewinnt als Ausflugsziel der Städter, besonders der Wiener, und als Sommerfrische von Jahr zu Jahr an Beliebtheit.

Da ich nun die Leser in die Sagenwelt dieses Strompasses führe, will ich ihnen die Landschaft selbst erst vertraut und heimlich machen und lade sie darum ein, mit mir eine kurze Fahrt durch das Stromtal zu machen.

Wir besteigen das Lokalboot in der alten Hauptstadt der Babenberger, Melk, mit seinem hochragenden Stifte zum „reisenden” d. i. übervollen Metzen. Kaum ist es hinter den Auwäldern verschwunden, erblicken wir Schloß Schönbühel mit seinem eckigen Wartturme, dem einstmaligen Besitze der Starhemberge, und nach einer sanften Biegung Markt und Dorf Aggsbach, nach dem sich der schöne Wolfsteiner Graben öffnet.

Hier beginnt erst der Wachau schönste Strecke. Hier ist kaum ein Gemäuer, um das die Sage nicht ihre Kränze gewunden, kaum ein Kirchturm und ein Wegekreuz, das nicht im Schmucke volkstümlicher Legenden prangte.
Siehe zur rechten Hand auf hochragendem Fels die Burgruine Aggstein mit der Felsaltane des von Dichter Scheffel besungenen „Rosengartens”. Dohlen umkreisen diese Feste der Kuenringe, das Heim Hadamars des Vierten, der die Donau mit Ketten absperren und die zur Landung gezwungenen Schiffe plündern ließ. Sagenhaft war der Fels schon in Vorzeittagen. Hier hausten der Sturmriese Ägir und die weißarmige Nixe Ran, die Lurlei des Donaustromes, „die Wahnsinnige von Aggstein”, das Donauweibchen, das noch heute die Fergen mit bezauberndem Gesange lockt, daß sie der Gefahren vergessen, der Riffe und tückischen Sandbänke, und im Wirbel der Wellen den Tod finden.

Manche Erinnerung und manches Gefühl weckt eine Wanderung durch die ausgedehnten Gemäuer und durch die Höfe zur Hochburg, zur Kapelle und dem Felsbalkon des Rosengartens, der über einer grausigen Tiefe thront. Auch einen freundlichen Dichtergruß empfangen wir im großen dritten Burghof. Hier blickt uns von erzener Tafel das treue deutsche Dichterauge Scheffels an, das einst mit so wonnigem Entzücken an dieser Landschaft hing. Scheffel war aber nicht nur ein Freund unseres deutschen Osterlandes, das ihm eine geweihte deutsche Erde war, sondern auch der Leute, die es bewohnen und die er „die liebsten Menschen” nannte. Darum begegnen wir hier seinem freundlichen Antlitze mit doppelt herzlicher Freude.

Aber unseres Bleibens kann hier nicht sein. Schon winkt uns der Turm von St. Johann mit dem rostigen Hahne, der einen Pfeil im Hinterleibe trägt, und gegenüber die zackige granitne Teufelsmauer von Schwallenbach, die uns im Sagenbuche noch begegnen und beschäftigen wird.

Die Wasserstraße führt uns an der Burg Unterhaus, dem „Burgunderhaus auf stolzem Felsensitz”, vorbei nach dem Markte Spitz. Hier ringt der Pfirsich mit der Rebe um den Boden und dem Gedeihen beider verdanken die Spitzer und die Bewohner der unteren Wachau einen Teil ihres Wohlstandes. In den Tagen der Obstbaumblüte gewährt der Ort einen reizenden Anblick. Dazu weht würziger Hauch vom Strande und weht um unsere Wangen und es ist kein Wahn, wenn uns bedünkt, daß hier die Sonne holdseliger, freundlicher, wirksamer lächle wie anderwärts im Osterlande.
Von St. Michael mit seinen sechs sagenhaften Hasen auf dem Turmdache blicken wir noch einmal zurück auf die gewaltige Urgebirgsmasse des Jauerling, dann landet das Fahrzeug in Weißenkirchen, dem ehemaligen Hauptorte des Wachautales, und wir bedauern, dem malerischen Markte und seiner befestigten Kirche keinen längeren Besuch abstatten zu können.

Hier gewinnt der Donaustrom das Ansehen eines Sees, der von kühnen Felsgestalten und hochragenden Waldbergen eingesäumt ist. Eine scharfe Biegung – und vor uns liegt der kahle, vielzackige Schloßberg mit der Burgruine Dürnstein und das Städtchen gleichen Namens, das uns wie ein runzeliges altes Mütterchen anblickt. Verwittert und halb verfallen ist das Stadttor, der Efeu hat die Ringmauern liebevoll in den Arm genommen und umkleidet sie wie ein warmes Winterkleid. Die sturmzerwetterten Türme und die Kirche mit dem Turme des Meisters Prandauer prägen sich unserem Gedächtnisse tief ein. Daß dort oben der stolze König von England, Richard Löwenherz, zwei Monate lang als Gefangener saß, ist uns aus der Geschichte bekannt; daß ihn hier sein treuer Sänger Blondel fand, berichten Sage und Lied.

Unterhalb Dürnstein gewahren wir rechts die schroffen, rissigen Wände der Rossatzer Steinbrüche, links eine kleine Ebene, das Loibner Feld. Dieses bildete den Schauplatz eines blutigen Ringens zwischen den vereinigten Russen und Österreichern unter Kutusow und Schmidt einerseits und den Franzosen unter Mortier anderseits 1805, eines Kampfes, der dem Franzmann 8000 Tote und 2000 Gefangene kostete, aber auch Russen und Österreichern gar teuer kam.
Aus der Ferne grüßt von hohem Weißsteinsitze das stolze Stift „Zum klingenden Pfennig”, Göttweig, die Gründung des Bischofs Altmann von Passau, das mit Melk um den Vorrang streitet, „das deutsche Eskorial” zu sein. Wir aber haben das Ziel unserer Fahrt erreicht, die Dreistadt Mautern, Stein und Krems.

Nicht erst das Nibelungenlied meldet uns von der Mautstätte Mutaren; schon Severin gründete hier, zu Faviana, ein Kloster und die gemachten Funde beweisen ein römisches und vorrömisches Dasein. Mild ist die Luft besonders des Kremser Geländes. Manches Pflänzchen reist hier am Hang und in den Donauauen, das man anderwärts vergeblich sucht. Sträucher und Bäume aus dem warmen Süden überwintern hier ohne Bedeckung und selbst die Feige gelangt zur Reife. Skorpione hausen in den Felswänden der Südabhänge und das Vorhandensein des Oleanderschwärmers gibt Zeugnis, daß Krems es verdient, das niederösterreichische Nizza genannt, zu werden.

Am Ziele angelangt, erinnern wir uns, daß die Königin Kriemhilde in großem Gefolge desselben Weges zu König Etzel zog, ihr nach, die Recken vom Rhein, die Nibelungen, die in Pechlarn (Bechelaren) vom sagenhaften Markgrafen Rüdeger so wohl empfangen wurden. Die Stürme der Völkerwanderung brausten durch die Wachau; Bojer, Markomannen und Quaden, Heruler und Rugen fanden hier kürzer oder länger eine Heimstätte. Karls Heere zogen den Strom hinunter, den Avaren entgegen; die Horden Arpads verwüsteten das friedliche Tal und die Heere der Schweden und Franzosen brachten unsägliches Leid über seine Bewohner. Glänzende Tage des Aufschwunges waren ihm unter dem kraftvollen deutschen Geschlechte der Babenberger beschieden, einer neuen Blüte reift es im Frieden unserer Tage dahin.

In dieses schöne Tal führe ich dich, lieber Leser, mit den nachfolgenden Geschichten. Ich habe sie dem Volke abgelauscht, das dort wohnt und unter dem ich fast zwanzig Jahre meines Lebens zugebracht habe. Sie haften an Burgruinen und alten Mühlen, an Kirchtürmen, Kapellen und Wegekreuzen, an abenteuerlichen Felsgestalten und an wüsten, einst bewohnten Plätzen. Halte dir stets vor Augen, daß es Sagen sind, Sagen, die das Volk gedichtet, Erzeugnisse der Einbildungskraft der Talbewohner, denen ich nur das rechte Wort geliehen. Und wie ich dem Volksmunde mit Teilnahme und innerem Wohlgefallen stets gelauscht habe, so habe ich auch mit Liebe gesammelt und niedergeschrieben, was mir kund und offenbar geworden war und wünsche, daß ein Strahl der Freude, welche mir die Beschäftigung mit ihnen schuf, auch in dir lebendig werde. Was ich hier biete, sind die schönsten der Wachauer Sagen.

 

Die Markgrafenburg auf dem Brakersberge.

Es ist gar lange her. Da wanderten auf dem Fußsteige, der heute wie damals von Melk her über die waldreichen Höhen des Brakersberges führte, drei Gesellen mit Felleisen und Knotenstock: ein Goldschmied, ein Nagelschmied und ein Schneider. Die waren von weither gekommen, der Nagelschmied vom Wuppertale, der Goldschmied von Frankfurt und der Schneider von Nürnberg. Sie wanderten harmlos und fröhlich durch Deutschland, so frohgemut, wie jemand damals nur sein konnte, der weder mit Hellern, noch mit Batzen in der Tasche zu klimpern vermochte. Sie grüßten ihr Handwerk, wo sie es fanden, und vergaßen nicht von den Meistern ihrer Zunft den Zehrpfennig einzuheben und sangen mit besonderer Vorliebe das Lied von dem armen Schwartenhals, das damals eben den Weg von Nürnberg aus durch die deutschen Gauen machte:

Ich kam vor einer Frau Wirtin Haus,
Man fragt’ mich, wer ich wäre.
Ich bin der arme Schwartenhals,
Ich äß’ und tränk’ so gerne.

Insbesondere war es das siebente „Gesätzel”, das den Burschen frisch und kräftig aus der Kehle in die Beine fuhr und an dem sie sich nicht sattsingen und andere sich nicht satthören konnten:

Ich nahm mein Schwert wohl in die Hand
Und gürt’t es an die Seiten,
Ich Armer mußt’ zu Fuße gehn,
Weil ich nichts hatt’ zu reiten.

Im letzten Wirtshaus, in der Melker Zagelau, hatte man die Gesellen wohl gewarnt, den Weg durch den unheimlichen Brakersberger Forst zu nehmen, wo noch Wölfe hausten und Meister Petz nicht allzu selten zu Gaste war, wo in Schluchten und Höhlen Kauz und Eule heulten und eine Prinzessin, Salome geheißen, mit anderen Waldunholden spukte, und wo des Markgrafen Gerold Schatten jammernd über die Stätte zog, da seiner Väter Burg gestanden zu Tassilos und Karls des Frankenkaisers Zeit.

Aber der Nagelschmied meinte: „Lieber Herr Leitgeber, vor den Wölfen fürchten wir uns nicht und Bären haben wir schon genug gebunden, die uns nimmer schaden können. Das ist so Handwerksburschen Brauch und Recht von altersher. Und der Mann mit dem Bügeleisen und der Schere piepste: „Was das Prinzeßchen Salome anbelangt, so haben wir vor einem Jungfräulein noch niemalen Reißaus genommen und gedenken dies auch heute nicht zu tun!” Und sie zahlten die Zeche nicht und ließen den Zagelauner Weinschenken gotteslästerlich fluchen über die Handwerksgesellen, welche die Landstraßen damals verunsicherten mehr als heute. Dann zogen sie zum Tore hinaus, den Berg hinan.

Durch Wald und krauses Dickicht waren sie gekrochen, zerschunden und zerkratzt von Schlehe, Hagedorn und Brombeersträuchern langten sie auf der Höhe an. Da aber stand vor ihnen eine Burg, gar stolz und trutziglich anzusehen, mit Graben und Zugbrücken, Türmen und Zinnen. Eine Fahne wallte vom hohen Maste des wuchtigen Belfrieds und drei Fräulein standen auf luftigem Balkon. Die eine schlug die Laute, die anderen sangen mit weichen Stimmen. Als sie die Gesellen herankommen sahen, winkten sie mit Tüchern und luden sie zu Gaste in die Burg. Da knarrte die Zugbrücke, der Wächter blies den Willkomm, die Burschen traten durchs Tor und der Pförtner führte sie in die hohe Halle, in der die Burschen staunend standen und die Herrlichkeiten anglotzten.

Da stierten sie mit offenen Mäulern nach der goldenen Decke, wagten keinen Schritt vorzutun und sprachen keine Silbe.
Nun traten die drei Burgfräulein in die Halle, angetan mit den kostbarsten Gewändern, streckten ihnen die Hände zum Gruße hin und lachten so süß und schäkerten so zutraulich. Aber den Gesellen stieg das Blut zu Kopfe, daß sie aussahen wie gesottene Krebse, und dem Schneider war nicht anders zu Mute als seinen berühmten Vorfahren, die einstmals bei Leipzig vor einer Schnecke ins Nadelöhr geflüchtet waren. Wie sie nun so dastanden, daß es zum Erbarmen war, öffnete sich das Tor der Halle und herein trat der Burgherr, die neunfach gezackte Krone von Gold, wie sie erlauchte Herren und des Reiches Grafen trugen, auf dem edelgeformten Haupte, von dem die Silbersträhnen lang herabwallten und über die Schultern fielen.

„Liebwerte Gesellen,” sprach er, „ich frage nicht, wer ihr seid, woher ihr kommt und wohin eure Fahrt gerichtet ist. Aber ihr seid zu guter Stunde gekommen, euch und uns allen zum Heile und uns zur Erlösung. Diese aber ist an eine Bedingung geknüpft, die zu erfüllen euch nicht unmöglich ist, ja, euch recht leicht fallen wird, so ihr nur ernstlich wollt.
Lasset euch also die Mühe nicht verdrießen, die Lieblingstiere meiner Töchter einzufangen, die im Forste nun schon seit langen, langen Jahren herumirren: eine Nachtigall, die ein Liedchen in Menschenworten singt, eine Goldammer, welche die Geschichte ihrer Ahnen erzählt, und ein Eichkätzchen, welches Rätsel zu lösen aufgibt. Der Preis, der euch für eure Mühe lohnen soll, ist ein köstlicher: die Hand meiner Töchter wird euch zu teil und all mein reicher Besitz.”

Da die Gesellen noch immer keine Miene verzogen und kein Wörtlein zu sagen wagten, so nahm der Burgherr, dem dies sichtlich sehr schwer fiel, mit seinen Töchtern Abschied von den Gesellen und wünschte ihnen eine recht glückliche Fahrt. Die Zugbrücke knarrte wieder, der Wächter blies den Abschied und die Mädchen traten auf den Balkon, winkten aber nicht wieder mit den Tüchern, sondern hielten sie vor die Augen und schluchzten.

Nun aber die drei Gesellen wieder in Freiheit waren und Atem schöpfen konnten und sie wieder durch Brombeer- und Wacholdergestrüpp krochen, gingen auch wieder die Mäuler.

„Teufel!” sagte der Goldschmied, „habt ihr den schweren Kronleuchter gesehen mit den hundert Kerzen darinnen? Das muß ein Glitzern geben, daß es einem die Augen blendet. Ganz Frankfurt, deucht mir, ist nicht so viel wert, als dies eine Prunkstück im Saale. Na, und das will viel heißen!” Und der Schneider meinte: „Kronleuchter hin, Kronleuchter her! Was sind alle Kronleuchter und alle Kerzen gegen die Schönheit der drei Prinzessinnen. Laßt uns jetzt vor allem ihren Willen tun und nach den Lieblingstieren der Burgfräulein suchen. Finden wir sie, dann tauschen wir mit keinem Hermelin eines Kurfürsten des heiligen römischen Reiches. Da es aber schon stark dunkelte, so beschloß man, das Suchen für den nächsten Tag aufzusparen und lagerte sich in einer Waldhütte.

Als die Burschen sich den Schlaf aus den Augen rieben, stand die Sonne hoch im Mittag. Der Schneider war zuerst munter geworden. Es hatte ihn etwas um die Nase herum gekitzelt, daß er niesen mußte und dies nach seiner Art recht kräftig tat. Darüber sprangen auch die anderen auf.

„Wenn das nicht das Eichkätzchen der anmutigsten Prinzessin unter der Sonne war, dann rühre ich in meinem Leben keine Nadel und keine Spule mehr an!” rief der Schneider. Griff dann nach dem Brote, das er sich von Melk her als Wegzehrung mitgenommen und in der Rocktasche verwahrt hatte. Das war vollständig abgeknuspert und nur Krümchen fand er in der Tasche.

„Donnerwetter,” fuhr er fort, während sich die anderen den Schlaf aus den Augen rieben und gähnend die Arme reckten, „das war doch mehr als ein leerer Traum! Wir strichen den ganzen Tag durch den Forst, ohne etwas wahrzunehmen. Als wir wieder hieherkamen, sahen wir die Goldammer auf einem Aste dieser Tanne sitzen und neben ihr saß die Nachtigall. Und hier, hier saß das Eichkätzchen und knusperte an einer Buchecker. Da rief ich das Eichkätzchen an und sagte: „Waldäffchen, was ist das für ein Rätsel, das du kennst?” – Da hüpfte das freche Ding auf mir herum, strich mir mit dem Schwanze um die Nase, setzte sich auf meinen Kopf und sprach:

„Schneiderlein, Schneiderlein, armer Wicht!
Hast das Ding doch im Gesicht
Mitten drein und merkst es nicht!”

Kaum hatte das Waldteufelchen so gesprochen, war es davon. Zuletzt sah ich’s noch auf dieser Tanne.”
„Sonderbar, sehr sonderbar,” rief der Nagelschmied. „Hat mir doch dasselbe geträumt. Aber ich hielt mich zur Goldammer und sprach sie an. Da flog sie auf meine rechte Schulter und erzählte mir die Geschichte ihres Hauses von der Großmutter her. „Meiner Mutter Mutter”, sang sie, „war eine geborene Goldammer und meines Vaters Vater desgleichen und so fort. Dann wetzte sie ihren Schnabel an meiner rechten Wange und – fort war sie!”
„Und mir träumte das Gleiche!” rief der Goldschmied aus Frankfurt. „Ich aber rief die Nachtigall an und die sang mir das Liedlein:

Es waren mal drei Gesellen,
Die waren gar nicht faul,
Die hatten jeder ein loses,
Gewaltig großes Maul.

Da kamen drei Gänschen geflogen,
Die wollten in die Mäuler hinein,
Da waren aber die großen
Mäuler viel zu klein.

 

Dann sah ich noch, wie das Eichhorn aus des Schneiders Tasche kroch, die Goldammer an des Nagelschmieds Wange den Schnabel wetzte und hörte, wie das Eichhorn rief: „Was seid ihr ungeschicke Gesellen! Die schönsten Prinzessinnen hättet ihr haben können und habt das Maul nicht aufgebracht; ihre Lieblingsvögel hättet ihr fangen können und habt nicht zugegriffen!”

„Wir Nürnberger,” sagte das Schneiderlein, „sind trotz alledem helle. Wir lassen uns weder von Eichkätzchen, noch von irgend einem Gimpel foppen. Auf, Kameraden, lasst uns die Tiere suchen und, haben wir sie, um die Hände der Prinzessinnen werben! Zur Burg sind sie geflogen, da wollen wir sie finden!”

Von Wachholder, Schlehen, Hagedorn und Brombeeren zerkratzt und zerschunden, die Kleider in Fetzen hängend, waren die drei oben angekommen. Von der stolzen Burg des Markgrafen Gerold fanden sie keine Spur. Ein zahnloses Mütterchen kniete im Grase und sammelte Beeren in ein Körbchen.

Da fragten sie nach der Burg auf dem Brakersberge und den Prinzessinnen. Aber die alte Frau wackelte bedenklich mit dem Kopfe, sah die Burschen an, als ob sie an ihrem Verstande zweifelte, dann sagte sie: „Da seid ihr wohl etwas zu spät aus den Federn gekrochen, wenn ihr die Burg des Markgrafen Gerold sucht. Denn, wisset, es ist fast ein Jahrtausend, daß, hier der edle Herr Hof gehalten, und kein Mauerrest und kein Pfahl kündet mehr von all der Herrlichkeit, die hier oben zu schauen war. Nur der Tümpel vor euch weist die Stelle, wo die Zisterne stand, und eine der Prinzessinnen, die unglückliche Salome, wandelt noch über die alte Stätte und hat schon manchen an der Nase herum in die Irre geführt. Ihr seid die ersten nicht!”

* * *

Spinnt der Mond mit blassem Lichte seine Schleier um den Forst; braust der Sturm mit klagendem Laut und faßt an die Stämme und Wipfel mit Wucht und jagt er Nebelfeen durchs Gehölz; oder schweigt die Welt in banger nächtlicher Stunde und ruft der Kauz und die Eule durch die Waldwildnis: dann ist’s auf des Brakersberges Höhe an der Stätte der verschwundenen markgräflichen Burg auch heute noch unheimlich. Darum beflügelt der Wanderer seinen Schritthier mehr als anderswo, nur um noch vor Einbruch der Nacht durch den Wald zu kommen, und schlägt wohl auch ein Kreuz, wenn er den Graben überschreitet, der von der wüsten Burgstätte südöstlich gegen die alte Ortschaft Mauer führt: den Salomegraben.

Oben aber, an der Burgstätte, zu deren Füßen ein reichgesegnetes Land in wechselvollen Bildern liegt, da läßt sich auch heute noch ungestört träumen von jenen Tagen, da Karl den Nacken des stolzen Tassilo beugte, die Donau hinabzog, gewaltige Avarenschlachten zu schlagen, dem deutschen Reiche eine starke deutsche Ostmark aufzurichten und ihr den ersten Verweser zu geben: Gerold, der im Namen des nahen Dorfes Gerolding fortlebt.

Die Tuchnerklippen von Gossam.

Fast ein Vierteljahrhundert ist es her, daß ich von der jungen und doch eigentlich so alten Stadt Melk aus den Jauerling bestieg, das höchste Bergeshaupt, das sich in den Fluten der Donau spiegelt. Der Weg führt durch das dicht an den Strom gebettete Emmersdorf nach der kleinen Siedelung Gossam. Die Landschaft ist prächtig. Der breite Strom zur Seite, von Auwäldern und Obstgärten eingefaßt, aus denen Dorfschaften und einzelne Gehöfte schimmern, beherrscht von den stattlichen Kuppeln der hochthronenden Melker Stiftskirche, hinter ihnen der breite Rücken des Hiesberges mit seinen weiten Forsten, stromabwärts die Felsengasse, durch welche die Donau nordwärts ihren Weg nach Spitz sucht, und vor uns Acker-, Wiesen- und Waldland, stufenförmig aufsteigend, im schönsten Wechsel.

Ich hatte von einem altertümlichen Bauwerke vernommen, das der unscheinbare Ort Gossam in seiner Nachbarschaft beherbergen sollte, und ein Bauer hatte mich dahin geführt. Einem munteren Bergwässerchen, dem Felbringbache, waren wir entgegen gestiegen und nach einer halbstündigen Wanderung auf schattenreichem Pfade standen wir vor unserem Ziele: der Gossamer Burgkirche oder der Pankraziuskapelle, wie sie neuerdings mit Vorliebe von den Talsässigen genannt wird.

Es ist ein uraltes und höchst beachtenswertes Baudenkmal, das sich auf einem vollständig freistehenden, etwa zwölf Meter hohen Felsblock erhebt und ganz aus Quadern aufgeführt ist. Auf der Abendseite trägt der nackte Fels den achtzehn Meter hohen, noch wohlerhaltenen Turmbau. Dieser ist zu unterst quadratisch, wird in der Höhe des Schiffes achteckig und gipfelt in einer massigen achtseitigen Spitze. Die Doppelfenster zeigen den Rundbogenstil, wie der ganze Bau, der dem 12. Jahrhundert angehören dürfte. Die Gewölbe des Baues sind eingestürzt, die Wandungen zeigen weder Rippen noch Pfeiler. Aus den vorhandenen Grundmauern ist indes die Anlage eines Querschiffes erkenntlich. Das morsche Schindeldach, das sich bei meiner Anwesenheit noch zu unzureichendem Schutze über das Innere spannte, dürfte mittlerweile dem Sturm und Wetter längst erlegen sein.

Der Bauer, der mich zur Kapelle hinangeführt hatte, war gesprächig und vertrauensvoll, Eigenheiten, die man bei seinesgleichen nicht gar zu häufig antrifft. Eine reiche Ernte war ihm beschieden gewesen; die zweite Mahd brachte seinem Stallvieh hinlänglich Winterfutter und auch vom kleinen Weingarten war das beste zu hoffen. Er sprach nicht ohne Stolz von seinem ausgedehnten Besitz und wies mit der Hand nach den braunen, gelben und grünen Ackerstreifen in der Ferne. Als wir am schattigen Pfade längs des Felbringbaches dahinschritten, war er besonders gesprächig, gesprächig wie das plaudernde und rauschende Bergkind, das uns entgegenkam. Zweimal blieb er stehen und wischte den Schweiß mit der Hand von der Stirn. Das einemal deutete er nach einem Steinbruch und meinte: Hier war die Tuchnerklippe. Das anderemal zeigte er einen etwas wüsten Platz und meinte: Hier soll der Einsiedelmann gehaust haben.

Tuchnerklippe und Einsiedelklause waren die Stätten, von denen eine Ortssage berichtet, die mir mein Begleiter in schlichten Worten erzählte, selbstredend in seiner Mundart, etwas breit, weit ausholend. Was er mir mitteilte, mag hier einen Platz finden.

Es ist schon manches Jahrhundert her, daß hier in der Wachau ein Tuchmacher und Händler lebte, Klaus mit Namen. Er galt als ein reicher Mann und war es auch. Aber je höher sein Reichtum anwuchs, desto höher schwoll auch sein Geiz und zuletzt war ihm kein Mittel mehr zu schlecht, sein Vermögen zu vergrößern. Insbesonders beutete er die Notlage alleinstehender Witwen aus, indem er Darlehen mit wucherischen Zinsen und unter den drückendsten Bestimmungen gab und durch kein Bitten und keine Tränen von seinem Scheine abging. Wehe dem, der in seiner Hilflosigkeit an die Tür Klausens kam und hier Rat suchte! So kam es, daß Klaus allgemach ein Gegenstand geheimen Abscheus für die Talbewohner geworden war und sein Name wie ein Fluch klang.

Einmal war er auf dem sogenannten „Michaelimarkte” zu Spitz gewesen und hatte Tuchwaren feilgeboten: feinstes englisches Tuch, kostbar wie Seidengewebe, freilich auch entsprechend teuer. Aber er hatte wenig Glück. Nicht ein einziger Käufer fand sich, obwohl er sich heiser geschrien hatte mit dem Anpreisen der Ware.

Da vermeinte er, es hätte sich alle Welt wider ihn und seine Ware verschworen und er begann wider die anderen Tuchhändler zu rasen, die von St. Pölten und Krems gekommen waren und vor deren Buden sich die Käufer stießen. Er schalt sie allesamt Betrüger. Diese aber ließen sich den Schimpf nicht ruhig gefallen. Sie riefen den ehrsamen Marktrichter heran, den Streit zu schlichten, und dieser verurteilte den Händler Klaus wegen Störung des Marktfriedens zu einer empfindlichen Geldstrafe.

So war der Markttag verstrichen und er hatte Klausen den erhofften Gewinn nicht gebracht, wohl aber eine nicht unbedeutende Einbuße an seinem Vermögen. Und das konnte der geldhungrige Mann nicht verwinden. Am Abend bepackte er sein Roß und ritt über Schwallenbach heimwärts, Rache brütend über die Spitzer.

Die Nacht war finster. Trotz des Herbstes umdüsterte sich der Abendhimmel immer mehr mit schweren Gewitterwolken, und als er an dem Dörfchen Gossam vorbeikam, wütete das Wetter mit ungewöhnlicher Gewalt. Grelle Blitze zuckten durch die rabendunkle Nacht, Hagelschlossen prasselten hernieder und in das Prasseln des Eises klang immer schmetternder das Gedonner.

Klaus hieb mit der Reitpeitsche unbarmherzig auf das Roß ein und fluchte in wütendem Grimme, als es in den niederfahrenden Blitzstrahlen und Hagelschauern scheute. Da traf ein Wetterstrahl das arme Tier, daß es mit der Bürde der Waren klatschend zu Boden fiel und sich nicht mehr regte.

Klaus kroch unter den Warenballen hervor, bepackte sich selbst mit der Last und stieg den Graben weiter hinan. Der Verlust seines Pferdes machte ihn womöglich noch wütender. Langsam nur keuchte er mit der Last vorwärts. Dazu kam, daß der Felbringbach zu einem reißenden Fluß angeschwollen war, der seine Fluten über den Weg wälzte, den er gehen mußte. Wiederholt war er auf dem schlüpfrigen Boden ausgeglitten und nur mit Mühe hatte er sich zu erheben vermocht. Da fiel ihm ein, daß er ja in der Nähe des Burgkirchleins sein müsse, an dem ein Einsiedelmann hause. Er faßte alle Kraft in seine Stimme zusammen und rief nach dem Klausner. Aber in dem Getöse des Wetters drang seine Stimme wohl nicht weit und Hilfe kam nicht.

Einen Tuchballen um den anderen hatte er bereits verloren und in der Finsternis nicht wiedergefunden. Das wütende Bergwasser hatte sie wohl mit sich genommen. und in die Tiefe gerissen: – diese kostbaren englischen Stoffe, die er nicht mit Seide aufgewogen hätte! Immer tiefer fraß sich die Wut in seine Seele und fluchend wünschte er, seine Ware möge zu Stein werden und er mit ihr.

Und sein Wunsch war in Erfüllung gegangen.

Als der Einsiedelmann am grauenden Morgen aus seiner Klause schritt, um die Zerstörungen wahrzunehmen, die das Wildwasser angerichtet und das Nachtgewitter verursacht hatte, da fand er den geizigen Händler Klaus und seine Waren auf dem Gossamer Wege versteinert vor.

Jahrhunderte hindurch zeigte man diese Klippen den Besuchern des Burgkirchleins. Als man aber darangegangen war, das Schiefergestein in Brüchen auszubeuten, verschwanden die „Tuchnerklippen” der Sage zwar dem Auge, nicht aber dem Gedächtnisse der Talbewohner.

Diese Ausgabe der Wachauer Sagen von L.G. Ricek ist auch als Hörbuch erschienen und kann hier bestellt werden.

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Publiziert am
Name des Autors: L.G. Ricek (1863 – 1930)
Titel: Wachauer Sagen
Herausgeber, Vorwort & Glossar: Thomas Horwath
Illustration & Cover: Judith Reßler
https://www.judithressler.at/
ISBN 978-3-903037-48-9

Die Ausgabe dieses E-Books: Wachauer Sagen von L.G. Ricek, bezieht sich auf die Originalausgabe von Pichlers Jugendbücherei Band 77 – Verlag von B. Pichlers Witwe & Sohn, Wien aus dem Jahr ca. 1920.

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